Strandtag in Essouira

Es ist Januar und definitiv viel zu kalt zum Baden, aber wie toll muss es bitte sein, am Meer zu leben. Manchmal komme ich in Städte oder Gegenden, wo ich das Gefühl habe, dass die Menschen es nicht mehr so richtig zu schätzen wissen. In Los Angeles z. B. war die kilometerlange Küste zwischen Santa Monica Pier und Muscle Beach fast menschenleer. Vielleicht bietet so eine Stadt aber auch zu viel andere Ablenkung.

In Essaouira war die Luft kalt und feucht, aber der Strand war voll mit Menschen. Die meisten natürlich Männer, die Fußball gespielt haben. Zumindest zu dieser Tageszeit schien der Strand dafür perfekt. Flacher und fester Sand lud sämtliche Männer und Jungs der Stadt ein, ihren Tag draußen am Meer zu verbringen.

Zusätzlich waren noch ein paar vereinzelte Surfschüler beim Training und ein paar Kamelreiter auf Touristenfang. Die Stimmung war einfach schön, entspannt und familiär irgendwie.

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Die Festung von Essaouira

Ich liebe das Meer. Wenn ich könnte, würde ich sofort in eine Stadt ziehen, die am Meer liegt. Ich würde stundenlang dasitzen und auf das Meer schauen, dem Wellenrauschen zuhören und die Naturgewalten beobachten.

In Essaouira ging das besonders gut auf den Mauern der Festung in der Medina. Man sieht überall in der Altstadt, dass das raue Klima und Salzwasser seinen Tribut fordert, aber das tut der Schönheit von Essaouira keinen Abbruch.

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Essaouira – die blau-weiße Hafenstadt am Atlantik

Von Casablanca aus ging es mit dem Bus nach Essaouira und die beiden Städte könnten gegensätzlicher nicht sein.

Essaouira ist wunderschön, relaxed, die Medina lädt zum stundenlangen spazieren und erkunden ein, ich hätte tagelang auf der Festung sitzen und ins Meer schauen können und am Hafen, bekommt man den Fisch absolut fangfrisch gegrillt serviert…selten so lecker Fisch gegessen.

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Küstenwanderung bei Casablanca

Casablanca ist nicht unbedingt die schönste Stadt der Welt, im Gegenteil, ich muss gestehen, ich habe selten eine so dreckige Stadt gesehen…ok, ich war noch nicht in riesigen chinesischen Metropolen oder so. Aber Casablanca ist einfach dreckig und ich kenne niemanden, der dort war und gesagt hat, er findet es schön. Wir hatten ein Hotel direkt in der Stadt, relativ teuer, siffig und offensichtlich früher ein Raucherzimmer.  In der Stadt liegt an jeder Ecke Müll, ich habe eine Frau gesehen, die aus dem fahrenden Auto einfach einen Müllsack rausgeschmissen hat, überall liegen Obdachlose an den Straßenecken und die Luft scheint einfach dreckig zu sein.

Ich hatte mich gleich in der ersten Nacht unseres Urlaubs in Fez erkältet (es war sooo kalt), konnte die 2 Tage dort aber noch gut mit der Erkältung leben. In Casablanca hatte ich juckende Augen und musste ständig niesen. Ich habe keine Allergien, aber so muss sich Heuschnupfen anfühlen und ich kann mir nur erklären, dass es an der Verschmutzung der Stadt liegt, denn nach einem langen Spaziergang von der „Mall of Africa“ zurück nach Casablanca, am Meer entlang, ging es mir wieder etwas besser.

Und die Küste von Casablanca ist wirklich schön.

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Führung durch die Hassan-II-Moschee

An meinem ersten Abend in Casablanca erreichte mich über Instagram eine Nachricht von Christina. Sie war mit ihrem Mann auch gerade in Casablanca und so verabredeten wir uns für den nächsten Tag zu einer Führung durch die Hassan-II-Moschee. Da sag noch mal einer, das Internet ist anonym. Wir hatten einen tollen Vormittag zusammen und nach der Führung haben die beiden uns noch mit ihrem Mietwagen zur „Mall of Africa“ (die größte Shopping Mall Afrikas) mitgenommen, die etwas außerhalb von Casablanca am Meer liegt und haben dort noch gemeinsam zu Mittag gegessen.

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Die Führung durch die Moschee war wahnsinnig beeindruckend. Ich habe mittlerweile ja schon mehrere gesehen, auch in Istanbul und Abu Dhabi, aber die große Moschee in Casablanca war die beeindruckendste. Nicht die schönste, die ist in Abu Dhabi, aber definitiv die am monumentalsten wirkende Moschee.

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Die Moschee liegt direkt am Meer, halb ins Meer gebaut, vor ihr liegt ein riesiger Platz und die Ausmaße sind bombastisch. Die Moschee verfügt über allerlei technische Raffinesse, wie eine Fußbodenheizung, ein senkbarer riesiger Kronleuchter und ein Dach, dass sich bei gutem Wetter öffnen lässt!

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Die komplette Moschee ist unterkellert und mit den verschiedensten Waschbereichen ausgestattet. Wenn man sieht, wie ärmlich die Menschen drum herum teilweise leben, ist das wohl auch notwendig. In Casablanca ist arm und reich so nah beieinander wie ich es noch nie in einer Stadt gesehen habe. Direkt am Meer werden neue riesige Büro- und Appartementgebäude hochgezogen und wenn man über die Straße geht, leben die Menschen in selbst zusammengeschusterten Wellblechhütten…wer weiß wie lange überhaupt noch, bevor sie von dort vertrieben werden. Aber das ist ein anderes Thema…eine Führung durch die zweitgrößte Moschee der Welt lohnt sich auf jeden Fall.

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