Tag 17 und ein bisschen philippinischer Alltag

Es ist Tag 17 der Weltreise und der erste Blogpost, der live online geht.

Ich bin seit 3 Tagen zurück in Puerto Princesa, um mich von meinen Sandfly-Bissen zu erholen (schon besser)und weil ich morgen von hier aus nach Cebu fliege. In den letzten Tagen habe ich nicht sonderlich viel gemacht. Die meiste Zeit sitze ich hier im „Sheebang Hostel“ rum, entspanne, esse und schreibe Blogposts. Ich habe in den letzten 4 Tagen extrem viel geschafft: Alle Bilder aussortiert und bearbeitet, mit diesem hier 7 Blogposts verfasst und das erste Filmmaterial gesichtet. Jetzt müsste sich nur noch der Film von selbst schneiden. 😉

Ich weiß gar nicht wie echte Travelblogger das so hinbekommen, neben dem Reisen noch digitale Arbeit aufrecht zu erhalten. Mir scheint das schier unmöglich.

Gestern früh war ich voller Motivation und wollte endlich mal wieder laufen gehen. Ich dachte, morgens wäre das eine wahnsinnig  gute Idee. Naja, ich hatte schon bessere. Hier hat es auch morgens schon 27 Grad und die Einwohner verbrennen mit Vorliebe morgens ihren Müll. Zusätzlich waren bereits etliche Trikes und Scooter unterwegs. Insgesamt war das für die Lunge also nichts.

Dann hatte ich mich auch noch verlaufen und stand plötzlich voll im Militärgebiet. Auf der runtastic-Karte waren da ganz normale Straßen eingezeichnet. Aber ein uniformierter Filipino hat mich dann zurückgerufen und mich erst mal befragt. Am Ende hat er wohl entschieden, dass von einer kleiner hechelnden Deutschen keine Gefahr ausgeht und hat mich einfach angewiesen wieder zurück zu laufen. So wurden aus meinen angestrebten 4 km, ich habe nach dem 1. schon auf dem letzten Loch gepfiffen, letztendlich dann doch fast 6 km. Meine Güte war ich fertig. Selten so geschwitzt.

Dann habe ich meinen ersten Beautytag auf Weltreise eingelegt,,,naja, eigentlich habe ich nur meine Nägel gemacht. Fühlte mich trotzdem wie ein neuer Mensch.

Später, ich kam gerade aus dem Zimmer, stand plötzlich ein bekanntes Gesicht vor mir: Alex der Kanadier mit vietnamesischen Wurzeln, der in El Nido schon in meinem Dorm war. Wir haben den ganzen Nachmittag gequatscht, er war auch von Sandfliegenbissen geplagt und abends sind wir in die Stadt gefahren. Er hatte in El Nido einen kleinen Unfall inkl. Wunde am Kopf und ist dort ins Krankenhaus. Die Krankenschwester mochte ihn wohl ganz gern, war gerade in Puerto bei ihrer Familie und hat ihn gefragt, ob er was unternehmen will. Er hat mich mitgenommen und sie ihren 17-jährigen Cousin ;-). Aber es war ein cooler Abend. Sie war sehr nett und wir waren den ganzen Abend nur unter Locals, vietnamesisch essen und in Puerto am Baywalk, wo gerade ein Schönheitswettbewerb für Plus Size-Frauen statt fand.

Generell bestehen die Philippinen nicht auch aus Traumstränden und malerischen Dschungelgegenden. Deswegen dachte ich, ich teile ich hier mal ein paar, nicht instataugliche, Alltagsschnappschüsse.

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