24 Stunden vor der Abreise

Jetzt sitze ich noch hier, bei Mama und Papa in der Küche, ungeschminkt in Jogginghose, höre meine Weltreise-Playlist auf Spotify („ninisworldtrip“), freue mich auf die Nudelsuppe, die wir heute Mittag essen und versuche meine Gedanken zu ordnen.

In 24 Stunden stehe ich schon am Flughafen und checke gerade für meinen One-Way-Flug nach Manila ein.

Das ist krass!

Es fühlt sich immer noch so unrealistisch an, dass ich das wirklich mache. Aber es ist alles so unmittelbar bevorstehend, dass ich es nicht mehr ignorieren kann.

Ich fühle mich weder sonderlich nervös, noch aufgeregt. Es ist eher so eine leichte Grundunruhe in mir. Ich schlafe seit ein paar Nächten nicht so gut. Mache mir nachts Notizen, was ich doch noch einpacken oder auch wieder auspacken möchte. Ich habe vor 4 Tagen schon gepackt.

Die letzten Wochen seit meinem letzten Arbeitstag waren seltsam. Ich fühle mich wie auf Langzeiturlaub bei meinen Eltern zu Hause. Das Gefühl eine eigene Wohnung zu haben, ist mir schon fremd. Es kommt mir Jahre her vor, dass ich das letzte Mal in meiner eigenen Küche stand. Es war plötzlich mehr zu organisieren, als ich dachte. Das ganze Bankenzeug macht einen wahnsinnig, Versicherungen, Auto ständig in die Werkstatt bringen, Verkauf vorbereiten, ein paar alte Freunde treffen und auch jemand Neues. Privat war alles etwas aufwühlend, anders, neu, schön, aber auch seltsam. Warum gerade jetzt…?

Außerdem vermisse ich Nürnberg ein bisschen und die Mädels. Durch unsere WhatsApp-Gruppe bin ich immer mittendrin und informiert und irgendwie eben doch nicht dabei, sie treffen sich ohne mich.

Im Grunde ist alles erledigt, ich könnte auf der Stelle zum Flughafen fahren. Aber es fühlt sich immer noch nicht so richtig endgültig  an, alles so normal unnormal.

Ich glaube, ich brauche etwas Aufbruchstimmung…morgen früh!

2 Gedanken zu „24 Stunden vor der Abreise

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