Reisefreundliche Hygiene-Alternativen

Heute möchte ich dir ein paar Produkte vorstellen, die nicht nur reise- sondern auch noch umweltfreundlich sind und auf die ich während meiner Reiserecherchen gestoßen bin.

Ich habe durchaus ein „grünes Bewusstsein“, kaufe keine Plastikflaschen, nehme im Supermarkt keine Plastiktüten, auch nicht am Obststand, trenne meinen Müll ordentlich und fahre viel mit öffentlichen Verkehrsmitteln und nutze Blablarcar.

Aber da gab es ein paar Produkte, dich ich täglich im Bad benutzte und mir nie wirklich Gedanken darüber machte, ob es dazu Alternativen gibt. Nur weil es kein Plastik ist, verursachen Wattepads, Tampons und Co schließlich trotzdem jede Menge Müll. Für mich gab es 2 Gründe mich auf die Suche nach Alternativen zu begeben:

  1. Tampons sind in vielen Ländern der Welt nicht sonderlich verbreitet und daher schwer zu bekommen und auch teuer.
  2. Diese ganzen Produkte nehmen unglaublich viel Platz im Handgepäckrucksack weg.

Menstruationstasse als Tampon-alternative

Ich hatte nie Probleme mit Tampons, daher habe ich mich vor meiner Reisevorbereitung nie mit dem Thema auseinander gesetzt. Im Urlaub hatte ich immer genügend Tampons für den Zeitraum dabei, daher musste ich nie welche kaufen. Ich persönlich nehme auch immer ein paar mehr Tampons mit, auch wenn ich eigentlich gar keine bräuchte, weil mein Zyklus bei Langstreckenflügen manchmal durcheinander gerät und ich außerplanmäßig meine Tage bekomme.

Durch eine Weltreisegruppe auf Facebook bin ich darauf aufmerksam geworden, dass Tampons nicht weltweit ein normales und überall erhältliches Produkt sind. Es gibt sogar viele Länder, in denen Frauen als schlecht angesehen werden, wenn sie Tampons nutzen, weil sie eben etwas in ihren Körper einführen. Bei meinem letzten Urlaub in China und auf den Philippinen habe ich dann mal darauf geachtet. Ich war also in einer großen Drogerie in der Weltstadt Peking oder in einer riesigen Mall in Manila und tatsächlich gab es nirgends Tampons zu kaufen. Ich war schockiert. In einem westlichen Supermarkt habe ich dann eine 8er-Packung für sehr viel Geld gesehen. Also ganz klar, für so eine lange Reise muss Ersatz her.

Diese kleinen trichterförmigen Tassen aus (meist) medizinischem Silikon gibt es schon Jahrzehnte und die Idee dahinter ist absolut genial. Ein Produkt kaufen und jahrelang nutzen. Kein Müll mehr und auf lange Sicht viel weniger Geld ausgeben – ganz klar, warum sowas nicht promotet wird…mit Wegwerfprodukten lässt sich eben mehr Geld verdienen. Zusätzlich sollen die Tassen kein  Toxisches Schocksyndrom auslösen, Frauen mit starker Blutung berichten, dass sie einfach viel mehr Ruhe haben, die Tassen trocknen die Schleimhäute nicht aus und es gibt sogar Frauen, die berichten, dass sie weniger Krämpfe damit haben. Klingt alles fabelhaft!

Aber erst mal muss man die richtige Tasse für sich finden. Manche Frauen haben Glück, kaufen eine und zack…alles sitzt perfekt. Bei mir leider nicht.

Meine erste Tasse war die Meluna (im Sommer gekauft, ich teste also schon länger), weil man sie im dm kaufen kann. War für mich leider gar nichts, kein einziges Mal dicht gehalten. Mittlerweile habe ich sie schon weg geschmissen. Generell muss ich aber auch gestehen, dass es, wie damals bei der ersten Tamponnutzung, eine Lernkurve gibt. Ich meine, so eine Tasse sieht erst mal riesig aus. Erstes Mal rein ging schnell, aber raus….oh je, ich bin fast verzweifelt…morgens um 4 Uhr, gerade zurück aus der Disco und müde, habe ich bestimmt 15 Minuten probiert und sie am Ende drin gelassen. Am nächsten Morgen hat es dann geklappt. Ungeduld war noch nie ein guter Ratgeber ;-). Funktioniert hat die Meluna für mich trotzdem nie.

Nach viel Recherche auf YT, Blogs und in der Facebook-Gruppe „Menstruationstassen“ habe ich dann die Lunette bestellt, schließlich kommen damit so viele gut zurecht. Das hat schon besser geklappt, aber trotzdem nicht so, dass ich mich darauf verlassen konnte. Nach dem Einsetzen war sie meist erst mal dicht, bis ich das erste Mal für Geschäft Nr. 2 auf der Toilette war. Und auch beim Sport schien sie immer zu verrücken oder eingedrückt zu werden. Die Sicherheit, die ein Tampon mir gibt, konnte mir also auch die Lunette nicht geben. In der Facebook-Gruppe habe ich auch gelernt, dass die Kriterien nicht wie von den Marekn angegeben das Alter und der Geburtetnstatus ist, sondern die Höhe des Muttermundes, Beschaffenheit des Beckenbodens und natürlich Stärke der Regel. Ichhabe wohl einen relativ hoch sitzenden Muttermund und einen sehr starken Beckenboden, daher brauche ich eine größere/länglichere Tasse, die ziemlich fest ist.

Ich liebe die Idee hinter der Tasse, also habe ich weiter recherchiert und vor kurzem eine Ladycup (sie soll absolut zuverlässig auflploppen durch den dicken Rand) und eine Divacup (die Tasse ist etwas anders von der Form her, eher länglich und damit für meinen hohen Muttermund vielleicht besser geeignet) bestellt. Irgendwann muss doch die richtige Tasse dabei sein.

Die Form der Divacup hat mich sofort angesprochen und diese teste ich auch gerade. Schon beim ersten Einsetzen hatte ich das Gefühl, dass sie viel besser zu meinem Körper passt. Sie scheint sich sofort dahin festzusaugen, wo sie auch hin soll, ohne dass ich großartig nachhelfen muss. Die schmalere, länglichere Form macht es mir leichter zu prüfen, ob sie richtig entfaltet ist. Bisher hat es gut funktioniert und heute Abend werde ich wohl das erste Mal damit Sport machen. Bin gespannt!

Schwamm als Wattepad-Alternative

Diese kleinen gelben Schwämme gibt es beim dm für ein paar Cent und haben mich von der ersten Anwendung an überzeugt. Ich hatte früher einen unglaublichen Wattepad-Verschleiß, mindestens 4 am Tag. Wenn man sich überlegt, wie viel Müll das ist und das nur von mir…unglaublich. Die Schwämme sind super effizient, funktionieren sehr gut und haben gleichzeitig einen leichten Peelingeffekt für das Gesicht. Ich bin total begeistert und nutze Wattepads nur noch zum Entfernen für Nagellack.

Bambusstick als Wattestäbchen-Alternative

An herkömmlichen Wattestäbchen ist außer Watte sogar Plastik dran. Also ein doppelter Grund eine Alternative zu finden. Es gibt ja Leute, die sagen, man soll seine Ohren komplett in Ruhe lassen, aber das kann ich nicht und so bin ich auf diese kleinen süßen Bambussticks gestoßen. Auch hiervon war ich sofort überzeugt und habe seitdem keine Wattestäbchen mehr gekauft. Nach der Nutzung wasche ich den Stick einfach mit Seife und lasse ihn trocknen. Genial!

Fazit

Wattepads und Wattestäbchen sind für mich mittlerweile tabu. Jetzt muss ich nur noch die perfekte Menstruationsstasse für mich finden und dann kann ich komplett müllfrei und platzsparend auf Weltreise gehen.

2 Gedanken zu „Reisefreundliche Hygiene-Alternativen

  1. Tatjana sagt:

    Hallo Liebe Nini,
    ich verfolge dich schon seit einigen Wochen auf Instagram und habe jetzt mal deinen Blog augferufen. Du bist toll! Deine Tipps sind sehr hilfreich, wirklich! Ich werde ab 11/2017 alleine eine Weltreise auf unbestimmte Zeit machen und bin schon so langsam echt aufgeregt. Auch ich habe mich in den letzten Monaten mit dem Thema „Regel auf Reise“ beschäftigt und benutze seit einem Monat (bin also Frischling) den Diva-Cup und bin jetzt schon begeistert. Das mit dem Schwämmchen und dem Bambusstick ist mir allerdings neu. Probiere ich unbedingt aus. Danke! Vielleicht trifft man sich ja sogar mal irgendwo auf der Welt 😉 Mach weiter so! Du bist eine tolle Frau und inspirierst andere Frauen wie mich, alleine zu reisen!

    Viele liebe Grüße aus Bremen nach Thailand,
    Tatjana (Instagram: leavecaresbehind)

    • Nini sagt:

      Hallo Tatjana, vielen Dank für deinen lieben Kommentar. Ich freue mich für dich, dass du auf Anhieb eine passende Tasse gefunden hast. Geht den meisten nicht so ;-). Schwächen und Bambusstick haben sich auch nach über 100 Tagen immer noch bewährt. Tipp: Die Schwächen bekommt man hier in Asien auch überall. Die Sticks habe ich noch nirgends gesehen. also vielleicht 2 mitnehmen.

      Ganz viel Vorfreude bis November!

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